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Bestimmung der Körperzusammensetzung
SKOLAMED - Gesundheitsinformationen

Die Impedanzmessung ist eine relativ neue Methode zur Bestimmung des Gesamtkörperfettanteils und der fettfreien Körpermasse. Im medizinischen Zusammenhang werden Hinweise auf ein Missverhältnis zwischen Körperfettmasse und Muskelmasse (MM), z.B. im Sinne von Übergewicht u.a. aus der sogenannten Broca-Formel (Körpergröße in cm minus 100 = Normalgewicht in kg) gezogen. Es ist jedoch unbestritten, dass die Aussagekraft dieser Bestimmung sehr begrenzt ist.

Im Labor stehen jedoch eine Reihe von Methoden zur Verfügung, die eine sehr genaue Bestimmung der Muskelmasse bzw. der Fettmasse zulassen. Hierzu zählen die Densitometrie (Unterwasserwiegung), die Bestimmung des endogenen, radioaktiven Kaliums (K40) und die Bestimmung des Gesamtkörperwassers mittels Isotopenverdünnungsmethode.

All diese Methoden sind jedoch sehr aufwendig und deshalb wissenschaftlichen Untersuchungen vorbehalten. Mit Hilfe eines Impedanzmessgerätes ist es aber möglich, in einem einfachen, schnellen, nichtinvasiven (nicht in den Körper eingreifenden) Verfahren die Körperzusammensetzung genau zu bestimmen.

Das Grundprinzip der Impedanzmessung besteht darin, dass die Leitfähigkeit der Muskelmasse für einen geringen elektrischen Strom weit größer ist, als die der Körperfettmasse. Je größer die Muskelmasse eines Körpers ist, desto geringer fällt bei einer Widerstandsmessung der Widerstand (R = Resistanz) aus.

Üblicherweise gibt es zwei Arten der Messung:

  1. Die Messung erfolgt mit einem 4-Elektrodensystem (jeweils 2 Elektroden auf dem Handrücken und dem Fußrücken) am liegenden Patienten. Es wird ein ungefährlicher Strom von 800 µA bei 50 MHz erzeugt und die Resistanz (R) bestimmt.
  2. Es gibt auch für den Hausgebrauch konzipierte Modelle, die ähnlich einer Waage genutzt werden. Hier sind die Elektroden unter den Fußsohlen angebracht (Barfuss zu nutzen).

Mittels eines Datenprogramms wird daraus die Fettmasse und ggf. auch die Muskelmasse ermittelt.

Die Geräte wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen auf ihre Genauigkeit hin überprüft, indem sie mit den oben beschriebenen Labormethoden verglichen wurden. An der Deutschen Sporthochschule Köln wurde in einer jüngsten Untersuchung ein Methodenvergleich zwischen Impendanzmessung, der Kalium - 40-Bestimmung und der Calipermethode an 60 Sportstudenten durchgeführt. Die Untersuchungen ergaben hochsignifikante Korrelationen der Impedanzmessung mit den übrigen Methoden.

Aus den unten stehenden Tabelle können Sie die alters- und geschlechtspezifischen Durchschnittswerte der Körperzusammensetzung in Prozent (%) ablesen.

Ziel aller Ernährungs- und Bewegungsprogramme muss es sein, den Körperfettanteil (Risikofaktor) zu reduzieren bzw. auf niedrigem Niveau zu halten. Daneben sollte die Muskelmasse als stoffwechselaktiver Anteil aufgebaut werden, die außerdem ein wichtigen Part bei der Verletzungsprophylaxe oder der Prophylaxe des Alterszuckers spielt und damit langfristig zur Stabilisierung der Gesundheit beiträgt.

BMI Männer
AlterExzellentGutMittelSchlecht
20 - 2410,814,919,023,3
25 - 2912,816,520,324,3
30 - 3414,518,021,525,2
35 - 3916,119,322,626,1
40 - 4417,520,523,626,9
45 - 918,621,524,527,6
50 - 5919,822,725,628,7
>6020,223,226,229,3

BMI Frauen
AlterExzellentGutMittelSchlecht
20 - 2418,222,125,029,6
25 - 2918,922,025,429,8
30 - 3419,722,726,430,5
35 - 3921,024,027,731,5
40 - 4422,625,629,332,8
45 - 4924,327,330,934,1
50 - 5926,629,733,136,2
>6027,430,734,037,3

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