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Die Auswirkungen von Bewegungsmangel
Gesundheitstipps und -informationen

Bewegungsumfang & Sterblichkeit (Harvard Alumni-Study)
Lit.: Paffenbarger, Hyde und Wing (1990)

Paffenbarger, Hyde und Wing (1990) haben in einer Studie mit 17.000 Männern, bei denen sie zur Bestimmung der Bewegungsintensität einen Aktivitätsindex errechnet hatten, festgestellt, dass das koronare Risiko bei der Gruppe mit einem niedrigen Aktivitätsindex um 64% höher lag als in der aktiveren Vergleichsgruppe. Es war ein Trend ersichtlich, dass mit steigender Aktivität das Risiko kontinuierlich bis zu einem gewissen Punkt (Laufleistung 33 km pro Woche) abnahm, von dem aus eine weitere Steigerung der Aktivität keinen weiteren protektiven Gewinn brachte. Auch die Framingham-Studie konnte dies bestätigen: Dawber (1980) stellte bei Männern mit sitzender Berufstätigkeit ein dreifach erhöhtes Herzinfarktrisiko im Vergleich zu den sportlich aktivsten Männern der Studie fest. Frauen hatten ein durchschnittlich geringeres Risiko als Männer, bei den körperlich inaktiven Frauen war es aber immer noch zweieinhalbmal so hoch wie bei den körperlich aktiven Frauen.

Die gegenwärtigen epidemiologischen Befunde sprechen dafür, dass ein erheblicher Rückgang der Morbidität und für eine optimale präventive Wirksamkeit der durchschnittliche motorische Energieverbrauch zwischen 2.000 und 3.500 kcal pro Woche liegen dürfte (PAFFENBARGER et al. 1978). Die Ergänzung des bisherigen Trainingsparadigmas um ein weiter gefasstes Aktivitätsparadigma, in dem auch der Gesundheitsnutzen moderat intensiver Aktivitäten des täglichen Lebens betont wird, zielt darauf ab, bisher inaktive Subgruppen der Bevölkerung anzusprechen.

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