Was tun gegen Stress?
Obwohl jeder Mensch jeweils entsprechend seiner Disposition unterschiedlich auf Stress reagiert, lassen sich doch unterschiedliche Stresstypen aufgrund der haupt-sächlich anzutreffenden Reaktionsweisen festlegen. So kann eine Unterscheidung z.B. in einen sogenannten "Schreck-, Flucht- und Kampftyp" vorgenommen werden. Die grundsätzliche Einteilung in diese Typen bedeutet jedoch keine positive oder negative Wertung. Meist hat jeder von uns Eigenschaften von allen Typen in sich vereint. Wichtig ist allerdings, dass sich die Stressbewältigungsmethoden je nach Typ unterscheiden. Es gibt Menschen, die besser aktiv entspannen können, genauso wie Menschen, die eher reaktiv / pasiv entspannen oder Menschen, die ein Mischform bevorzugen. Hier ist es empfehlenswert z.B. über Testsysteme oder entsprechende Seminare, den eigenen Stressreaktionstyp zu erkennen und geeignete Umgangs- und Umsetzungsweisen aufgezeigt und beigebracht zu bekommen. Informationen hierzu finden Sie zum Beispiel bei entsprechenden Seminaren, die Ihr Unternehmen anbietet oder über Stresstests die in diesem Gesundheitsportal oder bei Gesund-heitsadressen im Internet zu finden sind.
Um Stress möglichst gar nicht erst entstehen zu lassen, sollten Sie an ihrer Einstellung gegenüber Ihren individuellen Stressoren arbeiten und versuchen - wo möglich - zum Beispiel eine sogenannte "Umbewertung" Ihrer Stressoren zu erreichen. Das soll jetzt nicht heißen, dass alles das, was für Sie vordergründig negativ ist, dann nur noch positive Aspekte besitzt. Aber man kann durch Einstellungsveränderungen zu Verhaltensweisen, positiv oder negativ besetzten Dingen etc. oder dann und wann durch die Überprüfung seiner eigenen Einstellung Verhaltensänderungen erreichen, die einem zu einem stressfreieren Umgang mit sich selbst verhelfen können.
Sie können an Ihrer inneren Einstellung z.B. durch folgende Methoden arbeiten:
- positive Selbstinstruktionen
- festlegen genauer Handlungsanweisungen
- beruhigende Selbstanweisungen
- Einordnung von Aufgaben in längerfristige Ziele
Angestaute Energie kann z.B. durch Hobbys, einem Ausgleich zum Beruf, abgebaut werden. Suchen sie sich eine Beschäftigung, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hat. Beispiele wären hier Gartenarbeit, Modellbau, Musikhören, Weiterbildungsmaßnahmen in anderen Bereichen oder Sport.
Besonders beim Sport eignen sich hier Ausdauerbelastungen, bei denen Sie sich länger als 30 Minuten bei niedriger Intensität bewegen. Niedrige Intensität bedeutet, Sie sollten sich dabei immer gut unterhalten können, ohne ins "Schnaufen" zu geraten. Walking, Jogging, Wandern, Radfahren, Schwimmen, Inline Skating etc. sind mögliche Umsetzungen. Gerade dieses Ausdauertraining baut Stresshormone im Körper ab und steigert die sogenannten Glückshormone (Endorphine). Sie trainieren Ihr Herz. Die Herzfrequenz reduziert sich bei regelmäßigem Training, und der Blutdruck wird niedriger bzw. stabilisiert sich. Sie erhöhen dadurch ihre Stressresistenz. Weitere Infos zum Ausdauertraining finden sie hier (Link zu Ausdauertraining).
Entspannungsverfahren können ebenso ihre Stresshormone senken. Hierzu gehören u.a.:
- Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (PME)
- Yoga
- Tai Chi
- Qui Gong
- Autogenes Training
- Biofeedback
- Feldenkrais
- Meditation
- Phantasie- und Körperreisen
Nicht jede Entspannungstechnik ist natürlich auch für jeden geeignet. Probieren Sie einfach einmal unterschiedliche Methoden aus, und wählen Sie die, die Ihnen am hilfreichsten ist. Oder absolvieren Sie vorher einen entsprechenden Test, der Ihnen im Ergebnis die für Sie optimale Entspannungsmethode aufzeigt.
Natürlich wirken auch Massagen, Saunagänge und Bäder entspannend, und Sie können sich je nach körperlicher Konstitution dadurch entsprechend etwas Gutes tun. Diese Anwendungsmöglichkeiten finden Sie z.B. in Saunalandschaften und Bädern direkt bei Ihnen vor der Haustür, oder Sie kombinieren Ihren nächsten Urlaub einfach einmal mit entsprechenden Aktivitäten in Ihrem Urlaubsort oder buchen Sie direkt einen Wellness- oder Aktivurlaub.


